Passt das Möbelstück durch?
Tür, Aufzug und Flurecke auf einmal prüfen. Maße eingeben, Ergebnis sofort - ohne Anmeldung.
Redaktion Wohnstarter24 · Zuletzt aktualisiert:
Kurzantwort
Die Länge ist egal - die zwei kleinsten Maße entscheiden
Ein Möbelstück passt durch einen Durchgang, wenn seine beiden kleinsten Kanten in die Öffnung passen. Die längste Kante spielt keine Rolle, solange auf beiden Seiten Platz zum Durchtragen ist. Ein 220 cm langes Sofa geht also problemlos durch eine 80er-Tür - wenn Höhe und Tiefe darunter bleiben. Kritisch wird es erst bei Ecken: Dort begrenzen die Flurbreiten die Länge.
1. Möbelstück
Wird auf jede Kante addiert. 5 cm sind ein realistischer Standardwert, im Altbau eher 10.
2. Engstellen
Gerechnet mit cm Puffer auf jede Kante.
Durchgang
Es fehlen cm Türbreite.
Aufzug
Schräg gestellt wäre es rechnerisch noch möglich - in der Praxis nur mit zwei Personen und ohne Deckenleuchte im Weg.
Ecke
Maximal möglich: cm Länge.
Was der Rechner nicht weiß
Er rechnet mit geraden Wänden, waagerechtem Tragen und einem Möbelstück, das sich nicht verformt. Beim Kippen, Hochkantstellen oder in einem Treppenhaus mit Luft nach oben geht real oft mehr. Ein negatives Ergebnis heißt also „wird schwierig“, nicht „unmöglich“.
Passende Guides & Tools
Richtig messen: die vier Werte, auf die es ankommt
Die meisten Fehleinschätzungen entstehen nicht beim Rechnen, sondern beim Messen. Vier Punkte machen den Unterschied:
- Das Möbelstück an der dicksten Stelle. Nicht der Korpus zählt, sondern das weiteste Maß inklusive Füßen, Griffen, Armlehnen und Scharnieren. Bei Kühlschränken auch die Tür.
- Die lichte Weite, nicht die Türbreite. Gemessen wird der freie Durchgang bei vollständig geöffneter Tür, von Zarge zu Zarge. Sie liegt meist 2 bis 4 cm unter dem Nennmaß des Türelements - aus 80 cm werden real oft 75 bis 77 cm.
- Der Aufzug bei geschlossener Tür. Die Kabinentiefe wird häufig zu großzügig geschätzt, weil man den Türbereich mitrechnet.
- Die engste Stelle im Weg, nicht die durchschnittliche. Heizungsrohre, Fußleisten, Treppengeländer und Zählerkästen sind die typischen Kandidaten.
Warum die Länge bei Türen egal ist - bei Ecken aber nicht
Bei einem geraden Durchgang trägst du das Möbelstück längs hindurch. Entscheidend sind deshalb nur die beiden kleineren Kanten: Sie bilden den Querschnitt, der durch die Öffnung muss. Ein sehr langes, aber flaches Stück wie eine Matratze passt durch fast jede Tür.
An einer 90-Grad-Ecke kippt die Logik. Dort muss das Stück innerhalb zweier Flure rotieren, und je länger es ist, desto mehr Platz braucht es dafür. Wie viel Länge maximal geht, hängt von beiden Flurbreiten und von der Dicke ab - ein dickes Sofa kommt deutlich schlechter um die Ecke als eine dünne Matratze gleicher Länge. Genau diesen Grenzwert rechnet das Tool aus.
Wenn es nicht passt: die Reihenfolge
- Türblatt aushängen - bringt 3 bis 5 cm und dauert zwei Minuten.
- Füße abschrauben - bei Sofas und Betten oft 10 bis 15 cm.
- Zerlegen - bei vielen Sofas lassen sich Armlehnen und Rückenlehne abnehmen, auch wenn die Anleitung das nicht erwähnt. Ein Blick unter den Bezug lohnt sich.
- Balkon oder Fenster - bei Erdgeschoss und erstem Stock oft die einfachste Lösung.
- Möbellift - Umzugsunternehmen bieten ihn ab etwa 150 bis 250 Euro an, teils stundenweise. Günstiger als ein zerstörtes Sofa.
Typische Maße als Anhaltspunkt
| Durchgang | Übliche lichte Weite |
|---|---|
| Wohnungseingangstür | 85-100 cm |
| Zimmertür Neubau | 73-86 cm |
| Zimmertür Altbau | oft nur 68-75 cm |
| Badezimmertür | häufig 60-70 cm |
| Aufzug im Mehrfamilienhaus | ca. 100 x 130 cm Grundfläche |
Richtwerte aus der Umzugspraxis - im Bestand weicht fast jedes Haus davon ab. Nachmessen ersetzt keine Tabelle.
Häufig gestellte Fragen
Entscheidend ist nicht die Länge des Sofas, sondern seine beiden kleinsten Maße. Ein Sofa mit 85 cm Höhe und 95 cm Tiefe passt hochkant durch eine 80 cm breite Tür nicht, weil schon das kleinere der beiden Maße darüber liegt. Erst wenn die kleinste Kante unter der Türbreite bleibt, geht es durch - die Länge ist dabei egal, solange auf beiden Seiten der Tür Platz zum Durchtragen ist.
Vom Möbelstück Breite, Höhe und Tiefe - jeweils an der dicksten Stelle inklusive Füßen, Griffen und Armlehnen. Vom Durchgang die lichte Weite bei geöffneter Tür, also von Zarge zu Zarge, nicht die Türblattbreite. Beim Aufzug die Kabine bei geschlossener Tür. Rechne 5 bis 10 cm Puffer ein: Fußleisten, Heizungsrohre und schiefe Altbauwände kosten genau diese Zentimeter.
Bei einer 90-Grad-Ecke zwischen zwei Fluren hängt die maximale Länge von beiden Flurbreiten und von der Dicke des Möbelstücks ab. Je dicker das Stück, desto kürzer darf es sein. Der Rechner ermittelt diesen Grenzwert. Er rechnet mit waagerechtem Tragen - beim Kippen oder Hochkantstellen geht in der Praxis oft mehr, besonders wenn das Treppenhaus nach oben Luft hat.
Der Reihe nach: Türblatt aushängen bringt 3 bis 5 cm, Sofafüße abschrauben oft 10 bis 15 cm, bei vielen Modellen lassen sich Armlehnen oder Rückenlehne demontieren. Hilft alles nichts, bleibt der Möbellift durchs Fenster - den bieten Umzugsunternehmen ab etwa 150 bis 250 Euro an, teils auch stundenweise.
Die lichte Weite, also der tatsächlich freie Durchgang bei vollständig geöffneter Tür. Sie ist meist 2 bis 4 cm kleiner als die genormte Türblattbreite, weil Zarge und Anschlag Platz wegnehmen. Ein als 80 cm bezeichnetes Türelement hat oft nur 75 bis 77 cm freien Durchgang. Miss immer selbst nach.
Womit du misst - und wie es durchkommt
Ohne verlässliche Maße bringt der Rechner nichts. Und wenn es knapp passt, entscheidet die Ausrüstung.
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